Zu Besuch bei uns

Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung. I

Ich muss zugeben, was ich an der dunklen Jahreszeit so gerne mag, sind die vielen erleuchteten Fenster, wenn man durch die Straßen zieht. Denn sie bieten die Chance, hier und da mal einen Blick in das Zuhause anderer zu werfen und offenbaren meist die unterschiedlichsten Welten.

Da gibt es den Bücherliebhaber, dessen Regale bis unter die Decken mit Literatur gefüllt sind, den Asketen, der auf seinem Holzstuhl sitzend und mit Playstation-Controller ausgerüstet, auf das einzig andere Möbelstück im Zimmer starrt – den Fernseher. Es gibt die Dekofans, bei denen der Einblick gar nicht erst ins Wohnzimmer reicht, sondern schon am Fenster von wild leuchtenden Christkränzen abgeblockt wird. Und es gibt hier und da diese wunderschön eingerichtete Traumwohnung mit der unglaublichen Tapete, die uns zum Träumen anregt.

Bei meinen Hausbesuchen wird es unterschiedlichste Fenstereinblicke geben, die euch das ein oder andere Mal schwelgen oder die Tapete googeln lassen. Und heute geht´s los. Damit ihr nicht erst auf die Dunkelheit warten und euch nicht bis in den vierten Stock strecken müsst, bekommt ihr heute einen kleinen Einblick in unsere eigene Wohnung.

Wer hier lebt

Wir: ein charmantes norwegisch-deutsches Match, beides Küstenkinder jetzt im Herzen Berlins angesiedelt. Mit Anfang 30 wandeln wir nach unserem Joballtag als Art Directorin und Social Media Manager auf den Spuren der Heimeligkeit und zelebrieren jeden unserer 80m2. Wobei uns eigentlich auch 4m2 reichen würden, um glücklich zu sein – solange sowohl Kissen als auch Bettdecke dabei sind und die Matratze mittelfest ist. Zusammen mit unserem Kater Alfie – dem eigentlichen Star unseres Trios – füllen wir die Bude mit Leben und Kreativität. Es wird gemalert, gehämmert und gelebt. Aber alles auf die unkonventionelle Art.

Uns ist es wichtig, dass wir uns wohlfühlen. Wenn wir nach der Arbeit die Wohnungstür aufschließen, durchströmt uns ein Gefühl der Wärme. Und genau das muss ein Zuhause haben, damit es für uns perfekt ist. Frei nach dem Motto „Skandinavisch-hanseatisch mit einem Touch Oma“, stellen wir unser Interior liebevoll zusammen. Gemütlich muss es sein, nicht perfekt. Wir sind ein junges Paar in einer hippen Stadt und noch dazu in unserer Traumwohnung. Was will man mehr?

Die Wohnung

Mit Ausnahme von Küche und Bad, ist unser Altbau-Zuhause mit Dielen und im Wohnzimmer sogar mit wunderschönem Fischgrätenparkett ausgelegt. Nur einer, aber elementarer Grund für die Liebe auf den ersten Blick. Denn dieser warme Braunton in Kombination mit den hohen, weißen Wänden, lädt zum Wohlfühlen ein.

Hat man sich die 88 Stufen zur Wohnung hochgekämpft, schweift der Blick vom Flur direkt in die Küche. Dort haben wir beim Einzug, in jugendlichem Übermut, alle Oberschränke rausgerissen, die Tapete in mühseliger Kleinarbeit abgepuhlt und dann mit Farbe überstrichen. Was eigentlich ein dezentes Blau-Grau werden sollte, entpuppte sich als nicht ganz so zart, wie gedacht. Da half auch alles Daumendrücken beim Trocknen nicht. Es war nass ein kräftiges Blau, trocken ist es subtil aufdringlich. Nach anfänglichen Schwierigkeiten haben wir uns an die Farbe gewöhnt und mittlerweile auch Trost darin gefunden, dass sie einfach ganz wunderbar zu unseren nostalgischen Küchenfliesen passt. Naja, und zum Star Wars Poster auch.

Schlendert man zum nächsten Raum, erhascht man einen kleinen Blick auf das schlichte Badezimmer und auch auf meinen ganz persönlichen Liebling in dieser Wohnung. Die Badewanne.  Ob Sommer, ob Winter – ein Schaumbad geht immer. Findet übrigens auch Alfie. Am Bad gibt es nicht viel Außergewöhnliches, außer vielleicht das vorherrschende royale Feeling. Das Konterfei des norwegischen Königs lädt zum Thronen und majestätischem Gedankenaustausch ein.

Unser Schlafzimmer ist auf das Wichtigste reduziert. Das Bett ist der Mittelpunkt und wochenends gerne Schlaf-, Wohn- und Esszimmer in einem. Je nachdem, welche Bettwäsche aufgezogen ist, verändert sich die komplette Farbstimmung des Raumes: von Prinzessinnentraum zu Männerhöhle. Alles schon vorgekommen.

Das Zimmer, welches mein Freund am liebsten hat, ist das Wohnzimmer. Nicht etwa, weil es groß, hell und super gemütlich ist. Auch nicht, weil es eine goldene Wand schmückt, die ich im Schweiße meines Angesichts gestrichen habe, nein, sondern, weil es einen direkten Zugang zum Balkon ermöglicht. Ja gut, damit ist dieser auch promt zu seinem Herrschaftsgebiet erklärt worden. Die Außenpflanzen liegen im Gießbereich meines Freundes, die Indoorzüchtlinge in meinem. Ich kümmere mich auch um die Einrichtung. Da darf es nicht verwundern, dass es zu einer bunten Mischung aus neu und alt kommt.

Selten genutzt, doch inniglich geliebt, ist unser dritter und letzter Raum: Eine Mischung aus Ankleide- und Arbeitszimmer. Manchmal auch Abstellkammer. An guten Tagen birgt es viel Platz zum kreativen Arbeiten, Basteln und Prokrastinieren. In all diesen Dingen bin ich Profi, mache sie allerdings lieber auf dem Sofa. Von dort aus hat man praktisch den besten Blick auf unsere Garderobe, die offen gesagt, auch super als Dekoration funktioniert.

Weit ab vom skandinavisch-monochromen Stil haben wir den Begriff hygge für uns selbst definiert und uns von dem ein oder anderen Spaziergang inspirieren lassen. Ein Hoch auf die Dunkelheit und die zum Vorschein kommende Galerie der Lebensräume.

Google Analytics deaktivieren

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.