Die 6 Dos and Don´ts des Umräumens

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Letztens war es doch mal wieder so weit. Drin im Trott, gehe ich tagein tagaus in mein Wohnzimmer und setze mich an meinen angestammten Platz. Während ich den Blick schweifen lasse, überkommt mich eine latente Langeweile, als ich zum millionsten Mal den gleichen Stuhl ins Auge fasse. Dieselben Bücher gestapelt, neben der üblichen Kommode,  die identische Anordnung der Kissen zusammen mit der lässig, wie zufällig, drapierten Kuscheldecke. Ich schließe die Augen, doch die Aussicht bleibt dieselbe. Mein Wohnzimmer hat sich auf meine Hornhaut gebrannt. Ganz nach dem Motto: tausend mal gesehen, tausendmal ist nichts geschehen, hat es bei mir endlich zoom gemacht und ich fasse den Entschluss: Eine Änderung muss her. Egal wie, Hauptsache jetzt. Damit das bei euch nicht im gleichen Chaos ausartet, wie bei mir, gibt´s hier mal einen kurzen Erfahrungsbericht über die 6 Dos and Don´ts des Umräumens

1. Anfangen wie der Kopflose Nick

Ich bin schon immer Vorsitzende des „Hals-über-Kopf-und-Jetzt-Sofort“ Clubs gewesen und werde dieser Position definitiv gerecht. Das mag eventuell charmant sein, doch selbst in der Liebe manchmal ein unbequemer Weg. Will man unnötiges Chaos und die schlechte Laune des Liebsten vermeiden, sollte man sich vorher einen Plan machen. Raus mit den Möbeln, alles in den Flur und das ohne Taktik … Was soll ich sagen? Selbst eine Woche später zehren wir noch vom absoluten Aufräumfrust. Der Weg zum Bad? Erfordert noch immer Parcour-Moves der B-Note 9,8. Kurz gesagt: am besten überlegt man sich vorher was man wo, wie will und legt dann los. Dann erspart man sich nämlich auch das:

2. Umräumaktion die Vierte

Nachdem ich tetrismässig die gesamte Wohnzimmerbelegschaft auf dem Flur verteilt habe, fange ich an, meinen Vintage Zeitungsständer schon mal auf dem optimalen Spot zu positionieren. „Super!“, denk ich, „hier wird er gesehen, hier wird er zum Star.“ Ich bin voll des Lobes, ob meiner grandiosen Platzierung und versuche nun, das Sofa, die Kommode und den Tisch clever drum rum zu zwirbeln. Funktioniert eher so geht so und innerhalb kürzester Zeit, habe ich 4 verschiedene Versionen meines Wohnzimmers gesehen und meinem Rücken 30 Jahre mehr aufgebuckelt. Die perfekte Lösung ist noch immer nicht dabei. Alle Spontanität in Ehren, aber nicht nur das Aus-, auch das Einräumen bedarf eines Plans. Anfangen sollte man am Besten mit den großen Möbeln und sich dann größentechnisch abwärts arbeiten. Das hab ich jetzt auch gelernt.

3. Neuer Blickwinkel, neues Glück 

Ja, welch Überraschung; als wir das Sofa kauften, war natürlich keine Rede von einer abgespeckten Variante des Schätzchen. Ist ja klar. Für den Fall, dass wir mal die gesamte Bundeswehr zu uns zum Brunch laden, sind wir in Sachen Sitzgelegenheit ganz weit vorne. Angesichts dessen, dass normalerweise nur ein haariger und zwei nicht ganz so flauschige Hintern auf dieser Couch Platz nehmen, verfluche ich dieses lächerlich große Monstrum, während ich mich mit ganzem Gewicht dagegen stemme, um es in die nächste Ecke zu schieben. Vorheriges Nachmessen hätte mir gesagt, was mein Augenmaß penetrant übersehen hat: das Sofa passt da nicht. Ich presse und zerre und finde letztendlich eine wunderbare Lösung für mein Problem. Back to the roots; die Sitzgelegenheit steht jetzt an ähnlichem Platz, wie anfangs, doch mit einer völlig anderen Ausrichtung. „Nice! So eine kleine Drehung tuts ja auch. Wieder was gelernt.“ Ich merke, Veränderung muss nicht immer kolossal sein. Manchmal reicht ein kleine Feinjustierung der Blickrichtung und das Ganze läuft.

4. Was wenige Möbel nicht schaffen, kriegen auch viele nicht gebacken

Alles schon mal in den Flur geräumt, sträube ich mich, mein Wohnzimmer wieder voll zu stopfen. Wenn man schon so ein Räum-Theater startet, dann doch gleich mal aussortieren! Nicht ohne Grund, ist in unserem Flur noch Land unter. Je weniger Möbel in dem Raum stehen, desto mehr erkennt man die Schönheit der raren Sachen, die man hat. Ich empfehle lieber mal ein paar frische Blumen oder eine neue Pflanze im Zimmer, sollte es noch zu leer sein. Die sind auch nicht so schwer zu schleppen.

5. Textile Veränderung

Was mein Freund unheilbare Teppichobsession nennt, bezeichne ich, als Pool der Möglichkeiten. Gebeutelt vom akuten Leichtgewicht meines Portemonnaies, greife ich gerne auf bereits Vorhandenes zurück. Mein Masterplan: Alle paar Monate rotieren bei uns die Teppiche. Und zwar nicht nur die. Kissen, Kuscheldecke und Co finden regelmässig ein neues Zuhause und schaffen mir jedes Mal die Illusion eines völlig neuen Zuhauses. Find ich super und ökonomisch sehr wertvoll!

6. Es werde Licht!

Zu guter Letzt und mein Allover Anliegen: Das Licht! Nicht nur im Schlafzimmer, an jedem Ort ist es absoluter Erleuchter und Schmuseunterstützer – abhängig von Raum und Zeit. So sehr ich beim Planen und Schätzen versage, desto stärker ist die Macht in mir, wenn es ums Thema Beleuchtung geht. Auch Madonna weiß: Am besten ändert man jeden Anblick mit perfektem Licht. Soll die cleane Skandi-Bude zur Musche-Bubu-Höhle mutieren, reicht schon ein Downgrade von 80 zu 40 Watt and the Magic happens. Kleine Lampen an neuen Positionen, bringen zusätzliches Spotlight auf vorerst verborgene Ecken und lassen den Raum in einem ganz neuen Licht strahlen.

Eine Hauruck-Aktion, die uns noch eine ganze Weile beschäftigt, aber vor allem ein neues Feeling vermittelt. Solltet ihr demnächst eine ähnliche Idee haben, schickt mir gerne Fotos auf Instagram oder kommentiert hier, wie es bei euch gelaufen ist. Ich freu mich drauf!

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