Wie ein Klick meine Morgenroutine veränderte

Fridlaa Exotic Shorthair Kater Alfie sitzt auf dem Bett und der Ikea Tänkvärd Bettwäsche mit Oyoyo Kissen und guckt in die Kamera

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Wie ich, eine allzeit bekennende Hundeliebhaberin, am Ende des Tages mit einem Kater abhänge, ist mir selbst das größte Rätsel. Ein schwacher Moment auf der Suche nach dem passenden Familienmitglied und kurze Zeit später sitzen wir uns damals gegenüber und starren uns abschätzend an. Mein Kater und ich. Er, gerade 10 Wochen alt, mit leicht rattigem Fell, ich, mit nicht weniger fettigem Haupthaar und einem Glas Wein in der Hand. Noch nicht wissend, ob der leicht zögerliche Klick auf die Ebay-Annonce, deren Gesicht eben dieses Fellknäuel zierte, die beste oder die schlechteste Entscheidung meines Lebens war. 

„Nun,“ , denke ich, „das ist er also. Unser neuer Mitbewohner.“

Jetzt, nach knapp einem Jahr des Zusammenlebens, habe ich mein Herz verschenkt, mich an den flauschigen Stalker in meinem Alltag gewöhnt und auch an die Dinge, die ich bei der Anschaffung meines Katers gratis dazu bekam. Über Bord sind sie, meine Vorstellungen vom galanten, sauberen und pflegeleichten Kätzchen. Wer sich mit dem Gedanken trägt, einen Stubentiger ins Haus zu holen, der sollte sich nicht wundern, wenn er am Ende das Bett mit einer ausgewachsenen Wildsau teilt. Wie in jeder guten Beziehung, gewinnt die rosarote Brille mit der Zeit an Dioptrien und fokussiert dann hier und da auch auf die anderen Seiten des Gegenübers. Das habe ich bei Alfie wohl gemerkt.

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Die Morgenroutine

Nicht lange nachdem der Kater bei uns einzieht, habe ich mich an die tägliche Morgenroutine gewöhnt. Daran, dass sein liebliches Stimmchen mich morgens aus dem Schlaf brüllt und daran, dass es sich bei der Aussage „Katzen seien galante und reinliche Tiere“ um ein Gerücht handelt. Denn das tägliche Wachrufen ist bei uns wahrlich eine sinnliche Erfahrung. Ein Schmankerl für Auge, Ohr und Nase.

Die 4D-Weckeinheit vollzieht sich regelmäßig in mehreren Etappen. Erst reißt mich die opulenten Geräuschkulisse der Darmtätigkeit meines Katers, die nebenbei bemerkt, der eines ausgewachsenen Mannes gleicht, abrupt aus dem Schlaf. Gefolgt von rhythmischem Trommeln der Pfoten an der Katzenklo-Tür, beim Versuch seine Notdurft zu verscharren. Ein eher notdürftiger Versuch. Stattdessen macht er es wie Chuck Norris und lüftet mit wiederkehrenden Round-House-Kicks, seine Bude mal so richtig durch und verteilt das ganz besonderes Horsd’œuvre gleichmäßig in der unsrigen. 

Die Gasattacke

Ninjaartig schleicht sich der Geruch in meinen sowieso noch benebelten Geist und macht mich zum Mundatmer, der sich nach den feinen Gerüchen der Berliner U-Bahn im Sommer zurück sehnt. Den Kater interessiert es wenig, denn er ist jetzt bereit zum Kuscheln. Mit schreckgeweiteten Augen und trockener Zunge, wittere ich sein Näherkommen, bevor ich es überhaupt sehe. Schritt für Schritt schleicht er, sanft umspielt von der Aura seines Eau de Toilets und mit diesem vor Freude glänzenden Blick, auf mich zu. Auch in meinem Blick sammeln sich Tränen. Beißende. Die Schlacht ist verloren. Alfie pflanzt sich und seinen Geruch direkt neben mich aufs Kissen. 

Fridlaa Exotic Shorthair Kater Alfie schläft auf dem Bett und der Ikea Tänkvärd Bettwäsche mit Oyoyo Kissen, im Hintergrund eine Monstera Deliciosa

Jetzt bleibt mir nur noch die Hoffnung und innige Gebete. Die Hoffnung darauf, dass der kleine Satan bei den vergeblichen Versuchen seine Notdurft zu verscharren, nicht noch mal beherzt reingelatscht ist. Denn dann ist mein Tag gesegnet mit einer Ka(ck)tzen-Tatzen-Schnellstraße vom Katzenklo zum Bett. Und zum Kissen. Ich wische mir die Augen, hebe leicht den Kopf und schiele kurz in die Richtung, aus der das Lüftchen kam… Verdammt.

„Hach, ist er nicht süß?“ – „Ja. Sehr. Wenn er schläft.“

Fridlaa Exotic Shorthair Kater Alfie sitzt auf dem Bett und macht ein Selfie

Der Fluchtweg

Dank meines Katers, ist für die Überlebenden der Giftgasattacke der Fluchtweg aus dem Bett klar markiert. Jetzt heißt es, der Spur folgen und aus der kontaminierten Zone und in sichere Gefilde retten. Gibt es noch Unklarheiten bezüglich des kürzesten Weges aus dem Gefahrengebiet? Kein Problem, mein Kater ist immer gern behilflich und eskortiert mich unter lautem Galoppieren sicher in die Küche. Direkt zu seinem Futter. Denn die Prioritäten sind bei uns ganz klar definiert.

Während er genüsslich schmatzt, schmatzt bei mir auch was. Der Schwamm, der aus dem Wassereimer auf den Boden klatscht, während ich Alfie hinterher wische und wasche. Jetzt ein Hund. Das wäre es doch…

Gut, dass der Blick in dieses liebliche Gesicht am Morgen mir die Sinne raubt. Hast du ähnliche Geschichten auf Lager? Dann hau raus und schreib mir hier oder auf Instagram! 🙂

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