Das Bohrstaub-Orakel

Das Bohrstaub-Orakel - Fridlaa erklärt kurz welcher Wandtyp welchen Bohrer benötigt.

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Die Notwendigkeit dem Geheimnis des optimalen Bohrens auf den Grund zu gehen, erschließt sich mir vor einiger Zeit im Baumarkt. Auf der Suche nach dem optimalen Bohrset für meine neu ergatterte Master-Power-Super-Bohrmaschine, finde ich mich letztlich vor einem mittelgroßen Problem. Welcher Bohrer ist denn nun der richtige? Ich beschließe, mich in die Hände eines kompetenten Blaumanns zu geben und frage um Hilfe. „Ja, woraus is denn deine Wand, Kleene?“ seine Rückfrage erwischt mich eiskalt. „Puh, kein Ahnung. Steht ja nicht drauf!“ erwidere ich. „Na, dann wird’s aber mal Zeit zwischen den Zeilen zu lesen, Kindchen. Wie sieht denn der Staub aus, wenn de nen Loch bohrst?“ 

Ich erinnere mich an die lauen Versuche mit Nachbars altersschwacher Bosch eine Einkerbung in die Wand zu drücken. Der Dübel dümpelt locker drin rum, aber rotes Pulver, das gab’s zu Hauf auf dem frisch gesaugten Boden…

„Rot wars!“ posaune ich, stolz, wenigstens eine qualifizierte Antwort rauszubringen. Wortlos greift mein Gegenüber in das Regal, reicht mir ein Bohrer-Set und wünscht mir einen schönen Tag bevor er sich von dannen macht. Ich schaue ihm verdutzt hinterher und beschließe, seinem mystischen Wissen auf den Grund zu gehen, denn zuhause angekommen, gleitet der Bohrer tatsächlich durch die Wand, wie durch Butter. Also gehe ich dem Geheimnis auf die Spur und nehme dich mit in die tatsächlich sehr kurze, unspektakuläre, doch ziemlich aufschlussreiche Lehre des Bohrstaubs.

Sag mir, liebe Wand, welchen Bohrer brauch ich in der Hand?

Die Analyse

Ich sollte erwähnen, dass es bei der Bohrstaub-Analyse nicht nur um die Farbe, sondern auch um die Konsistenz geht. Grob kann man allerdings zwischen 4 Farben/Konsistenzen unterscheiden.

  1. Roter Bohrstaub ist super leicht zu erkennen und nicht nur in unserer Wohnung vertreten. Hierbei handelt es sich um einen feinen, rötlichen Staub, der von einem Mauerwerk aus Ziegeln abgeworfen wird.
  2. Grau-weißer Bohrstaub ist zumeist fein und krümelig und zeigt dir an, dass du es mit dem härtesten Baustoff zu tun hast. Herzlichen Glückwunsch, du darfst dich an einer Betonwand abrackern.
  3. Weißes Mehl, das zudem klebrig und sehr fein ist, lässt auf eine Gipsbetonwand schließen. Meist bleibt dieser Schleim auch am Bohrer hängen, bietet dafür allerdings keinen großen Widerstand. Wenigstens etwas!
  4. Weißer Bohrstaub, der nicht wirklich rieselt, sondern eher zwischen den Fingern schmiert, wenn man diese reibt, sagt dir, dass es sich bei deinem Gegenüber um Porenbeton (auch Kalksandstein oder Lochstein genannt) handelt.

Wie du an den heiligen Staub kommst, um deine Analyse durchzuführen, kannst du in einem Artikel hier nachlesen. Für weitere Hilfe in Sachen Haushalt, kannst du in meinem Buch schnökern oder hier noch mehr Infos finden.

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